Trend Reformer-Pilates – was du als Einsteiger:in wissen solltest
- vor 4 Stunden
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Reformer-Pilates ist aktuell überall. In Social Media, in Lifestyle-Magazinen, in neuen Studios – oft inszeniert als besonders effektives, modernes und exklusives Training. Viele Einsteiger:innen denken deshalb: Wenn ich mit Pilates anfange, dann am besten gleich am Reformer.
Genau hier lohnt es sich, kurz innezuhalten. Denn nicht alles, was im Trend liegt, ist automatisch der beste Einstieg.
Schauen wir uns mal beide Trainingsformen ehrlich an – mit ihren Vorteilen, ihren Grenzen und einer klaren Empfehlung für den Start.
Warum Reformer-Pilates gerade so gehypt wird
Der Reformer sieht beeindruckend aus. Federn, Seile, ein gleitender Wagen – das Training wirkt technisch, dynamisch und sehr professionell.
Dazu kommt:
schnelle, sichtbare Muskelaktivierung
klare Bewegungsführung durch das Gerät
ein intensives Körpergefühl schon in der ersten Stunde
starke visuelle Präsenz in Videos und Fotos
All das macht Reformer-Pilates attraktiv – vor allem für Menschen, die schnelle Effekte erwarten.
Was viele Einsteiger:innen dabei unterschätzen
Der Reformer nimmt dir Entscheidungen ab. Er führt, gibt Widerstand und Unterstützung zugleich. Das fühlt sich zunächst sicher an – kann aber dazu führen, dass:
Bewegungen ausgeführt werden, ohne sie wirklich zu verstehen
Spannung aus dem Gerät entsteht, nicht aus dem eigenen Körper
die Tiefenmuskulatur nicht bewusst angesteuert wird
der Fokus auf „Funktionieren“ statt auf Wahrnehmung liegt
Gerade als Einsteiger:in ist das heikel. Denn die Basis von Pilates ist nicht das Gerät, sondern die eigene Kontrolle.
Matten-Pilates: Der unterschätzte Einstieg
Matten-Pilates wirkt im Vergleich unspektakulär. Keine Geräte, keine Federn, kein Show-Effekt. Dafür passiert etwas Entscheidendes: Du lernst, deinen Körper selbst zu tragen.
Im Matten-Pilates:
entsteht Stabilität aus der Tiefenmuskulatur
wird Haltung bewusst aufgebaut
lernst du, Spannung gezielt zu steuern
entwickelst du ein echtes Körpergefühl
Das braucht mehr Aufmerksamkeit – zahlt sich aber langfristig aus.
Vorteile von Reformer-Pilates – und wo seine Grenzen liegen
Reformer-Pilates findet an einem speziellen Gerät statt, das mit Federn, Rollen und einem beweglichen Schlitten arbeitet. Das Gerät gibt Widerstand oder Unterstützung und führt durch die Bewegung.
Vorteile von Reformer-Pilates
Klare Bewegungsführung
Das Gerät hilft, Bewegungen nachvollziehbar auszuführen.
Schnelles Körperfeedback
Muskeln werden oft sofort intensiv gespürt.
Vielseitig & variabel
Widerstände lassen sich individuell anpassen.
Nachteile für Einsteiger:innen
Gefahr der Kompensation
Das Gerät übernimmt oft Arbeit, die eigentlich aus dem eigenen Körper kommen sollte.
Weniger Eigenkontrolle
Stabilität entsteht teilweise durch die Federn, nicht durch die Tiefenmuskulatur.
Komplexität
Gerät, Bewegung und Technik gleichzeitig zu verstehen, kann überfordern.
Abhängigkeit vom Gerät
Fortschritte sind schwerer auf den Alltag oder die Matte übertragbar.
Reformer-Pilates ist ein starkes Trainingsinstrument – wenn die Grundlagen vorhanden sind.
Warum Matten-Pilates der bessere Einstieg ist
Einsteiger:innen brauchen vor allem eines: Verständnis für den eigenen Körper.
Matten-Pilates zwingt nicht zur Leistung, sondern zur Wahrnehmung. Jede Bewegung entsteht aus dir selbst – ohne Unterstützung, aber mit Klarheit.
Das bedeutet:
du erkennst früh Fehlhaltungen
du baust echte Stabilität auf
du entwickelst Kontrolle statt Abhängigkeit
Diese Basis macht späteres Training – auch am Reformer – sicherer, effektiver und bewusster.
Wann Reformer-Pilates Sinn macht
Reformer-Pilates ist eine hervorragende Ergänzung, wenn die Grundlagen sitzen:
du deinen Core gezielt aktivieren kannst
du Bewegungen kontrolliert ausführst
du dein Training intensivieren möchtest
du die grundlegenden Pilates-Übungen kennst
Dann wird der Reformer zum Werkzeug – nicht zur Krücke.
Fazit: Erst verstehen, dann verstärken
Die Frage ist nicht, ob Matten- oder Reformer-Pilates „besser“ ist.
Die entscheidende Frage lautet: Was brauchst du als Einsteiger:in wirklich?
Die Antwort ist klar:
👉 Matten-Pilates schafft die Basis für Stabilität, Haltung und Körpergefühl.
👉 Reformer-Pilates baut darauf auf – sinnvoll, gezielt und später.
Lust, Pilates selbst zu erleben?
Wenn du sicher, strukturiert und ohne Überforderung ins Pilates einsteigen möchtest, sind Matten-Pilates-Stunden der ideale Startpunkt. Hier lernst du, deinen Körper von Grund auf zu verstehen, Stabilität aufzubauen und Bewegung bewusst zu erleben.
👉 Buche jetzt deine Pilates-Stunde und starte dort, wo nachhaltiges Training beginnt: auf der Matte.
Deine Jacqueline von PILATES Passion 💛
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